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28.04.2019

Von: Ulrike Täck

Bereits 57 Strom-Tankstellen

Kreis Segeberg bleibt Vorreiter beim Thema Förderung von E-Ladesäulen – Bereits 57 Strom-Tankstellen mit 102 Ladepunkten Kreis Segeberg.

In Schleswig-Holstein und darüber hinaus ist der Kreis Segeberg nach wie vor Vorreiter im Bereich der Förderung öffentlicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Wie die aktuelle Diskussion zeigt, gibt es bislang deutschlandweit deutlich zu wenige Strom-Tankstellen. Das ursprünglich von der Bundesregierung ausgegebene Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 ist verfehlt – von den dafür mindestens 30.000 erforderlichen öffentlichen Ladepunkten wurde bisher nur gut die Hälfte umgesetzt. Aktuell gibt es davon allein 102 im Kreis Segeberg. Städte und Gemeinden bleiben häufig auf den Kosten sitzen und beklagen bundesweit eine fehlende oder zu komplizierte Förderung. „Hier sind wir bereits deutlich weiter“, weiß KreisKlimaschutzmanager Heiko Birnbaum. Der Kreis Segeberg habe das Problem frühzeitig erkannt und diese Lücke mit einem eigenen Förderprogramm für öffentliche Ladeinfrastruktur geschlossen.

Seit 2015 hat der Kreis eine eigene Förderrichtlinie. Ein Jahr später wurde diese so überarbeitet, dass seither neben Kommunen auch Unternehmen und Privatpersonen Anträge auf eine Förderung stellen können. Im Sommer 2017 hat die Kreispolitik schließlich weitere Fördermittel bereitgestellt. Im Rahmen dieser neu aufgesetzten „Förderrichtlinie zum Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur“ standen und stehen in den Jahren 2018 bis 2020 mindestens 500.000 Euro Fördermittel bereit. Konkret bedeutet das: Maximal gibt es 7.500 Euro für eine Normalladesäule und maximal 25.000 Euro für eine Schnellladesäule. Ziel ist es, neben den Zentren auch den ländlichen Raum zu stärken. Die aktuelle Förderung beläuft sich auf bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten und ist oft mit anderen Förderungen kombinierbar.

Eine davon ist beispielsweise die aktuelle Förderrichtlinie „Elektromobilität“ des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI). Hier stehen weitere 90 Millionen Euro für die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und zugehöriger Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Die Förderung gilt für Kommunen, die von einer Grenzwertüberschreitung mit Stickstoffdioxid betroffen sind. Antragsberechtigt sind Kommunen sowie kommunale und Wirtschaftsunternehmen. Anträge hierzu können bis Montag, 13. Mai, über das Onlineportal „easy-Online“ beim Projektträger Jülich eingereicht werden.

„Unser Ziel ist es, ein flächendeckendes Angebot an Lademöglichkeiten im Kreisgebiet zu schaffen. Dabei ist uns der Auf- und Ausbau der Infrastruktur erst einmal wichtiger als die absoluten Nutzerzahlen“, sagt Heiko Birnbaum, der Wert darauf legt, dass die Anträge für die Kreisförderung möglichst unbürokratisch und ohne große Hürden gestellt werden können. Und das funktioniert: Demnächst werden weitere neun Standorte mit insgesamt 18 Ladepunkten neu errichtet. „Die Förderbescheide dafür wurden bereits ausgestellt“, sagt Birnbaum.

Neben der Anzahl an Strom-Tankstellen steigt auch die Zahl der im Kreis zugelassen E-Fahrzeuge stetig weiter. Bis zum 31. März 2019 wurden insgesamt 417 rein batterieelektrisch betriebene Autos angemeldet. Ein Jahr zuvor lag die Anzahl noch bei 261 Fahrzeugen, 2015 waren es 64 zugelassene Pkw. Auch die Zahl der Hybridautos ist bis zum 31. März 2019 auf 1.242 angestiegen. Ein Jahr zuvor waren es noch 887.

Wer einen potenziellen Standort für eine Lademöglichkeit hat, kann sich unverbindlich mit den Klimaschutzmanagern des Kreises in Verbindung setzen. Dort gibt es Informationen zum Ablauf einer möglichen Antragstellung oder auch erst einmal nur allgemein zum Thema.

Kontakt: Sabrina Guder und Heiko Birnbaum von der Klimaschutzleitstelle des Kreises Segeberg, Telefon 04551 951-561 bzw. -522 sowie E-Mail klimaschutz@segeberg.de.

Ulrike schrieb am Freitag, 05.07.19. 09:23:
Ein gutes Wasserstoffnetz wäre nun auch schön
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